Konzept Juni 2003













Im Herbst 2002 bildete sich die Kunstinitiative projectSTRAND.org, von deren fünf Mitgliedern allein drei langjährig in Schöneberg wohnen und arbeiten, zwei davon direkt an der Potsdamer Straße. Die Künstler kennen sich aus langer gemeinsamer Projektarbeit, und sind in anderen, oft internationalen Projekten lehrend oder direkt gestaltend tätig gewesen. Für dieses Projekt verstehen sie sich als multimedial kooperierendes Team, bei dem sich die kreative Kompetenz des Einzelnen in einem gemeinsamen Pool bündelt, der auch von anderen Quellen gespeist wird:
Die Kraftfelder der Straße, aller lokal operierenden Initiativ- und Jugendgruppen, sowie dieethnischen Interessenverbände sollen in ihrer Vielfalt als Energiefelder ebenso in diesen Pool einfließen wie die Potenzen der etablierten Strukturen von Handel und Gewerbe, die das Bild der Straße prägen, geprägt haben und auch weiterhin prägen werden.
Die Gruppe projectSTRAND will mit kreativen, straßengestaltenden Prozessen, die sich im alltäglichen Straßenbild mittel- und langfristig verankern sollen, somit zwei Dinge auf den Weg bringen:
Zum Einen sollen die lokalen und übergeordneten Kräfte der Geschichte, die diese Straße geformt haben und noch weiter formen, transparent und in ihrer Wirkungsmacht erfahrbar werden. Zum Anderen sollen so die tatsächlichen Nutzer von Straße und Quartier im Sinne eines integrativen und geschichtsbewussten Quartiersmanagements, die Potsdamer Straße als das erkennen und mitgestalten, was sie für uns alle werden kann: ein Stück STRAND am Pool des eigenen Stadtquartiers, das sich nach den Kräften derer geformt hat, die daran teilhaben.


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